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Wednesday, 6. april 2011 3 06 /04 /Apr. /2011 21:32

Nach vier Stunden Zugfahrt (Falschen Zug erwischt) endlich zur Vernissage in der Wannieck Gallery angekommen. Es überrascht mich eine Ausstellung nach meinem Geschmack. Reduzierte Arbeiten, die viel mit Material und Sinnlichkeit arbeiten, ohne unintelligent zu sien.

Überraschend auch einige Fotoarbeiten, zb die sehr überzeugende Fotoinstallation van L. Jasanský / M. Polák. Sie besteht aus 10.000 Fotografien aus den Jahren 1987 bis 2010, in denen kontinuierlich ein Zähler (Wasser/Gas?) und dessen Zählerstand abfotografiert wurde.

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Milan Houser zeigt großformatige Arbeiten mit glänzenden verschwimmenden Oberflächen. Lack und Pigment, glänzend und matte raffiniert kombiniert, sodaß räumliche Situationen entstehen. Arbeiten aus 2011. Ganz frisch.

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Glänzend geht es weiter. Und mit gespannter Oberfläche. Große luftgefüllte Latex-Ballons in weiss liegen wartend vor einer Stellwand, die mit Gummiteilen einem großzügigen Muster belegt ist. Nach den Eröffnungsreden werden auch sie vom Künstler Tomás Vánek angestochen und die Teile an die Stellwand getackert. Tak Tak. Particip No 126 - Demonstration of the "Think Round, Act Square" Method.

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Nun, ich denke ja überhaupt diesmal in einer Ausstellung meiner eignen nicht oder sehr ähnlicher materialisierter Gedanken zu sein, jetzt reisst es mich schon wieder: die Netzgitterarbeiten von Václav Krucek sind bezaubernd in ihrer zurückgenommenen schwebenden  Art. Ich muss es mir ganz genau ansehen - zu meiner Erleichterung ist es nicht die reine Farbe wie bei mir, sondern scheinbar eine Metallgitterstruktur, die bemalt wurde... Refelxion Voy, 2009, und 1998

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Die Amerikanerin Morgan O'Hara ist mit sehr reduzierten Schwarzweiss Arbeiten (Flecken) vertreten. Sie ist mir als exzessive Zeichnerin in ihrer letzten Ausstellung in Erinnerung.

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Michal Skoda, endlich kann ich ihn persönlich kennenlernen, zeigt zwei Serien von Tuschzeichnungen auf Karton, streng und konsequent. Titel: They said I said. 2009

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Auf der Brücke finde ich eine umfangreiche SChau von der Doyen der ungarischen Konkreten, Dora Maurer. Ich bin wegen diesen Arbeiten gekommen und freue mich, dass ich nicht enttäuscht werde. Dora ist 74 Jahre alt und in Wesen und Abeit frischer als manch junge Person.

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von BAHOE
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Friday, 28. january 2011 5 28 /01 /Jan. /2011 22:26

Ein kalter verschneiter Tag und nur ein paar Stunden Zeit.

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Also ein Spaziergang durch "Varosliget" Richtung Müscarnok. Dort wird eine Ausstellung "TAIWAN CALLING" gezeigt. Ein Gesellschaftsbild zwischen meditativer Selbstbefragung und politischer Aussage.

 

"Thanks to the geopolitical status of the island, its artists are typically interested in language, position, identity, migration, local and global economy, and the possibilities of expressing tradition in the present. All this bears a remarkable resemblance to Hungary’s attempts in the past few decades at finding its place in Europe, which, it is our hope, will contribute to a sensitive reception of the exhibitions. The videos, installations and photos of the young and middle generations of Taiwanese artists provide the core of both impressive and spectacular displays, whose probably most important goal is to show the features that distinguish this art from that of the region, particularly China and Japan. If all goes well, the viewer will come away with a solid impression of what the art of Taiwan is like." (Müscarnok)

 

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CHOU YU-Cheng, Representa.tiff, 2008-2009

Diese raffinierte Lichtdeckeninstallation besteht aus lauter kleinen Flaggen von Myanmar. Eine Flagge, die seit kurzer Zeit durch eine andere ersetzt wurde, entnahm ich dem Wandtext. Die Wirkung dieses Eingriffs (der große Raum beinhaltet sonst nichts, könnte aber auch als Durchgangshalle dienen) ist beeindruckend. Man weiss nicht, wo die Kunst ist, aber man spürt sie. Ich sah mich um und suchte hinter den Säulen in den Ecken oder so, dachte dann, okay, da ist nichts, bis ich an die Decke blickte und mir auch dann nicht ganz sicher war, ob dies nicht vielleicht eine historische Glasmalerei ist,... Naja irgendwann kam ich dann drauf. Bin halt immer ein bisschen langsam...

 

 

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Dies Kunstintervention hat mich sehr beeindruckt. Die Fotos zeigen ein Ehepaar, um die 80 Jahre alt, die seit 10 Jahren tagtäglich vor einem Ministerium in der Hauptstadt Taiwans demonstrieren, indem sie ein selbstgemaltes Plakat hochhalten. Der Künstler (oder die Künstlerin - konnte ich dem Namen nicht entnehmen) war gewillt, sie in ihrem Ansinnen zu unterstützen und produzierte ein wesentlich größeres Plakat, dass er mit ihnen geminsam aufstellte. Und um den Protest auch in die Kunstinstitutionen zu tragen, malte er noch ein viel viel grösseres, dass den großen Raum des Müscarnoks gänzlich ausfüllte. Die Dimensionen sind maßstabsgerecht dem Ursprungsplakat entnommen.

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Leider fand ich weder im Begleitbooklet noch auf der Website Namen oder nähere Information zu dieser Installaation.

 

 

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Eine wesentlich persönlichere Aussage bildet dieses Rad mit dem Titel I am Mia Liu,von Mia Wen-Hsuan Liu.

Es ist vollkommen aus Tickets aus dem Guggenheim Museum gebildet. Die Künstlerin schrieb auf jede Karte diesen Satz "I am Mia Liu" und diese Schrift ist an den Karten als schwarze Stellen erkenntlich und somit ergibt sich dieses unregelmässige Bild auf einem regelmässigen Raster.

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Eine ebenso bezaubernde Arbeit erschloss sich in der weisen Videobox von WANG Ya-hui, Titel: "Sunshine on tranquility" (2005).

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Ein stiller, fast leerer Raum ist zu sehen, dessen Wände und Grenzen ganz unmerklich verändern. Türen und Nischen verkleinern sich oder öffnen neue Räume, Sonnenlicht dringt durch schmale Spalten um später den Raum hell zu erleuchten. Die Künstlerin meint dazu, dieser Raum sei mit ihrem "inneren Raum" vergleichar.

 

 

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Diese technisch anmutende Lichtinstallation ist ganz das Gegenteil, lädt ein zum Verweilen, zum Staunen und Geniessen.

"Wires" von WU Chi-Tsung, 2003

Ein Drahtgeflecht ist auf einem Rad eingespannt, welches sich unendlich langsam dreht. Das Bild, das an der Wand zu sehen ist, entsteht durch die Nahaufnahme dieses Drahtgeflechtes, möglicherweise nur durch Onjektive und Spiegelungen erzeugt.

Jedenfalls erscheint eine abstrakte strukturierte, manchmal scharfe, manchmal unscharfe  Faltenlandschaft. Es verändert sich unmerklich und stetig, ist rauh und schön, der stetige Fluß möchte angehalten werden. Neben dem realistisch scharfen Netz sind FArbstreifen bemerkbar, rot blau grün, die durch die Lichtbrechung entstehen, eine eigenartige Mischung aus Realität und Virtualität.

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Am Abend gibt es die Vernissage von "Transparency" im Vasarely Museum, kuratiert von Dora Maurer. Eine schöne, klare Schau, ein paar Leckerbissen der Geschichte (Vasarely, Moholy Nagy). Auch ein wunderbares Video von Dora Mauerer selbst. Die Lichtverhältnisse in den Räumen sind aber sehr schwierig, deshalb kaum Fotos gemacht. Ausserdem waren jede Menge Leute bei der Eröffnung.

 

Hier ein Blick in die Ausstellung- die blitzblaue Acrylglasarbeit im Hintergrund ist von Regine Schumann (D).

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Sowie die zwei grossen Aquarelle von Fritz Ruprechter, die in ihrer feinen Materialbehandlung bestechend sind:

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Und natürlich die Arbeiten von Eva Sarközi Pusztai, zarte ungewöhnliche Graphitspuren auf Papier, die ein dichtes unwirkliches Licht und Raumgefüge ergeben.

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Hier die Künstlerin vor ihrer Arbeit

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von BAHOE
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Friday, 28. january 2011 5 28 /01 /Jan. /2011 22:25

Das tschechische Zentrum in Wien zeigt die Doppelausstellung Lena Knilli (A) und Pavla Scerankova (CZ) zum Thema "Spuren/Vorgaben". „Spuren“, die man hinterlässt, aber auch Spuren, die man gelegt bekommt.

 

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Gezeichnete Collagen nennt Lena Knilli ihre Arbeiten. (Mischtechnik von Malerei (Akrylfarbe) auf Karton und Zeichnung (Industrypainter, Lackstift und Tusche) auf Transparentpapier / Papier.

Im Zusammenfügen entwickelt sich eine Collage mit Menschen, Pflanzen, Gebrauchsgegenständen... Die gezeichneten Collagen entstehen in kleinen Serien bzw. Bildgruppen.

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„Die Zeit in Prag“ (2010)
Der spielerische Versuch einer Aufarbeitung von Lena Knillis Zeit in Prag (1992 – 2001) zeigt vielfach Zifferblätter. Als Inspirationsquelle diente ein Fund aus dem Jahre 1995 am Prager Zizkov: alte, ausgetauschte Zifferblätter öffentlicher Uhren. In Originalgröße rekonstruiert die Künstlerin diese auf Papier, ordnet Studenkreise neu und suggeriert einen unerwarteten Zeitverlauf. Der Kreis beinhaltet dabei Vorgaben und Möglichkeiten: Er ist Samenkorn, Geheimnis, Mantelknopf, Energiepunkt... („Die Zeit in Prag“, 2, 2010, 70 cm x 100 cm, Foto: Lena Knilli)

 

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„Zeitrock“ (2010)
Durch die Übertragung des Ziffernblattes auf einen weichen Stoff fällt dieses in die Dreidimensionale -
zurück in den Raum aus dem das „Ziffernblatt“ entstand. Es entstehen neue Verschiebungen: „Deine Stunden drehen sich um dich“. (Lena Knilli)
Gerade der letzte Beitrag Lena Knillis verdeutlicht eine weitere Verbindung zu Scerankovas Objekt „Kolotoc / Karussell“: Das Drehmoment um die Mittelachse und die Bedeutung des Kreises.

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„Kolotoc / Karussell“ (2009)
Im kinetischen Objekt „Kolotoc / Karussell“ rekonstruiert die junge Künstlerin ein Karussell aus ihrer Kindheit. Das Objekt dreht sich natürlich um die eigene Achse, eine Bewegung, die früher so angenehmen Schwindel verursachte.

 

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„6 snu z hrnecka“ / „6 Träume aus der Tasse“ (2006)
Das 40 Sekunden dauernden Video mit Geräuschen eines kochenden Kakaos ist eine animierte Figur des Kochtopfs der Künstlerin. Die Handlung entwickelt sich aus Erinnerungen an jene Vorstellungen, die das Trinken von Kakao bei Pavla Scerankova als kleines Kind hervorrief.

 

von BAHOE
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Friday, 28. january 2011 5 28 /01 /Jan. /2011 22:24

Pecs im Jahr der Kulturhauptstadt. Es ist schwer in der Eile zeitgenössische Kunst zu finden.

von BAHOE
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Friday, 28. january 2011 5 28 /01 /Jan. /2011 22:22

Künstlerhaus Wien

von BAHOE
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